SKANDAL in Augsburg

illegal_menschSicherheitsbehörden müssen Kirchenasyl akzeptieren

Christine Kamm will den Augsburger Vorfall in den Landtag bringen: „Das darf sich nicht wiederholen!“

Die GRÜNEN Abgeordnete Christine Kamm und der Sprecher des AK Migration, Cemal Bozoğlu sind erschrocken über die Kirchenasylräumung: „Bislang war es Usus, Kirchenasyle zu respektieren. Statt Abschiebungen brauchen Flüchtlinge Beratung und das Aufzeigen gangbarer Perspektiven!“ (mehr …)

Cemal ist sehr traurig

traurigWeltbild-Verlag stellt Insolvenz-Antrag

Deutschlands zweitgrößter Buchhändler ist zahlungsunfähig. Die Katholische Kirche will das Unternehmen nicht mehr finanzieren, Tausende könnten ihren Job verlieren.

Die Gewerkschaft ver.di griff den Insolvenz-Antrag scharf an. “Jahrelang fette Gewinne abschöpfen und sich so die Prunkbauten mitfinanzieren lassen und dann, wenn die Belegschaft Hilfe braucht, zugesagte Gelder wieder streichen. Widerlicher geht es eigentlich nicht”, sagte der zuständige ver.di-Sekretär in Augsburg, Thomas Gürlebeck. Die Kirche praktiziere Kapitalismus in Reinkultur. Ver.di werde sich diese Politik nicht bieten lassen.

Die Stadt Augsburg teilte mit, schon an diesem Samstag trete ein Gremium zusammen, das Hilfsmöglichkeiten für die Mitarbeiter ausloten solle. Eingeladen seien Vertreter der Wirtschaftskammern, der Gewerkschaft ver.di, des Betriebsrats und der Geschäftsleitung von Weltbild. Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) führe außerdem Gespräche mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium und den Weltbild-Gesellschaftern, allen voran der Diözese Augsburg.

Weltbild machte in der Vergangenheit Schlagzeilen wegen des Vertriebs von Erotik- und Esoterik-Medien, weswegen die katholische Kirche 2011 zunächst beschlossen hatte, den Verlag abzustoßen. Dieser Beschluss wurde rückgängig gemacht. Stattdessen kündigte die Kirche an, die Verlagsgruppe in eine Stiftung umzuwandeln. Dies erfolgte jedoch bisher nicht. Im Oktober erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, es müsse bald zu einer stabilen Lösung für den Verlag kommen.

Quelle: Die Zeit