Lech Renaturierung

cemal_sheepBürgernahe Umgestaltung des Lechs und ökologischer Hochwasserschutz – so lauteten die zwei zentralen Aspekte der gestrigen Radtour, bei der Cemal Bozoglu und  drei Landtagsabgeordnete der Grünen gemeinsam mit Augsburgern zum Lech radelten.

„Wir wollen einen offenen Bürgerdialog für die Umplanung des Lechs. Bürgerinnen und Bürger müssen bei der Planung der Renaturierung des Lechs die Möglichkeit haben, sich gut zu informieren und aktiv an der Diskussion zur Umgestaltung zu beteiligen“, so die GRÜNEN Abgeordneten Dr. Christian Magerl, Christine Kamm und Reiner Erben. „Ich möchte auch genauer informiert werden über die gegenwärtige Situation und die Umgestaltungsmöglichkeiten,“ lautete der Wunsch einer Radlerin in Bezug auf die letzten 11 Kilometer freifließenden Lech, die im Stadtgebiet Augsburgs vorhanden sind. Damit wandte sie sich vor allem an die beiden Augsburger Landtagsabgeordneten Reiner Erben und Christine Kamm und sah auch den Augsburger Stadtrat in der Pflicht, Informationen einzuholen und zu kommunizieren. Kamm unterstützt diesen Wunsch und sagte: „Wir haben die Möglichkeit, hier in Augsburg stadtnah eine einzigartige Flusslandschaft mit Auwäldern und Heide zu erhalten und zu renaturieren – diese Chance sollten wir nutzen!“

Ökologischen Hochwasserschutz stärken

Angesichts der diesjährigen verheerenden Hochwasserkatastrophe betonte der Biologe und Vorsitzende des Umweltausschusses im bayerischen Landtag, Dr. Christian Magerl, wie dringend notwendig ökologischer Hochwasserschutz in ganz Bayern sei: „In den vergangenen Jahren hat Bayern viel Geld für den technischen Hochwasserschutz ausgegeben. Der ökologische Hochwasserschutz wurde hingegen stiefmütterlich behandelt. Wir müssen in Zukunft dafür sorgen, dass die Flüsse deutlich mehr Raum bekommen und renaturiert werden.“ Für den Lech bedeutet das vor allem, dass er so weit wie möglich verbreitert werden müsse.

Welche Überlebenschance haben Huchen & Co?

Welche Schätze der Lech neben der einmaligen Landschaft bietet erläuterte Dr. Klaus Kuhn, Referent für Umwelt- und Naturschutz der Grünen. „Wir haben hier im Lech ein Tier, das weltweit genauso selten und genauso bedroht ist wie der Tiger oder der Pandabär: Der Huchen. Dieser Fisch kommt weltweit nur noch in Bayern und Österreich vor. Der Huchen wird bis zu 1,5 Meter lang und steht auf der internationalen roten Liste der weltweit bedrohten Tiere. Wir haben für diese höchst seltene Art eine große Verantwortung“, sagte er. Darüber, dass ein Wasserkraftwerk an den letzten 11 Kilometern freifließendem Lech einen irreparablen Schaden an der Natur anrichten würde, waren sich alle RadlerInnen einig.

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