Oberhausen hat viele Religionen

o1Interessante Eindrücke von dem Besuch der evangelischen Gemeinde St. Johannes, der serbisch-orthodoxen Gemeinde und des alevitische Kulturzentrums und Cemhaus in Oberhausen gewannen die TeilnehmerInnen der Fahrradtour, zu der die Landtagsabgeordnete Christine Kamm, MdL und der Landtagskandidat Cemal Bozoglu eingeladen hatten.

„Es passiert sehr viel in Oberhausen, weil die Religionsgemeinschaften miteinander arbeiten und sich vernetzen”, resümierte Cemal Bozoglu, der diese Tour durch Oberhausen organisiert hatte. Ein Beispiel erzählte Pfarrerin Snewit Aujezdsk von der evangelischen Gemeinde St Johannes. Als die katholische Kirche St. Josef und die evangelische St. Johannes während des letzten Krieges gezwungen waren, Glocken zum Einschmelzen abzugeben, haben sie sich abgeprochen, welche sie abgeben und danach die fehlenden Glocken der eine Kirche durch die andere ersetzt, damit beide Kirchen wieder beim Geläut alle Glocken erklingen lassen konnten. Jetzt sollen die Mauern an der Pfarrerhausstraße abgerissen werden, damit ein gemeinsam nutzbarer Platz entstehen kann und die gemeinsame Senioren- und Gemeindearbeit verstärkt fortgesetzt werden kann. Gerne würde sie ihre Kirchenräume rund um die Uhr für alle öffnen und damit eine bessere Betreuung der Alkoholabhängigen und Obdachlosen in der Stadt Augsburg ermöglichen. Sie freue sich schon auf ein neues kommunikatives Zentrum zwischen beiden Kirchen und bessere Angebote für alle Gemeindemitglieder. Anschließend besichtigte die Gruppe die Kirche mit ihrer großen begehbaren Orgel und warf vom hohen Glockenturm einen Blick auf Oberhausen.

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Interessante Diskussionen über die Entstehungsgeschichte und die Kultur der Aleviten fanden dann im alevitischen Kulturzentrum und Cemhaus in Oberhausen statt.

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Beeindruckend war auch der Besuch der serbisch-orthodoxen Gemeinde, bei der uns Pfarrer Mićo Matić begrüsste und über das Leben in seiner Gemeinde informierte. Die meisten Gemeindemitglieder haben Verwandte in Bosnien, Serbien oder anderen Staaten des ehemaligen Jugoslawien, von denen es vielen wirtschafltich schlechter als im damaligen Jugoslawien geht. Sie unterstützen daher Verwandte und Projekte in ihrer Heimat, so gut sie können, auch wenn sie nicht wesentlich mehr als früher verdienen.

Die Grünen wollen ihre Besuche in den unterschiedlichen Gemeinden fortsetzen. Im Stadtteil Oberhausen leben viele Menschen aus den verschiedensten Kulturen und Religionen. Wir sehen diese Vielfalt als Bereicherung unserer Gesellschaft und möchten auch weitere Religionsgemeinschaften in ihrer Arbeit, ihren Sorgen und ihrer Aktivitäten näher kennen lernen.

Ausklang fand die Grüne Radtour bei einem Stadtteilfest in der Drentwettstraße. Schön, gemütlich und entspannend bei guter Stimmung und Live- Musik, vielen KünstlerInnen und multinationaler Küche.

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Zwei Wünsche wurden an die PolitikerInnen herangetragen:

Das Projekt “Soziale Stadt” sollte über das Jahr 2014 hinaus fortgeführt werden und in einer Straße mit Schrittgeschwindigkeit sollte nicht mehr mit Tempo 50 durchgebraust werden. “Die AnwohnerInnen hatten sich mit erheblicher Eigenbeteiligung in die damalige Stadtsanierung eingebracht”, so das Resümee von Christine Kamm und Cemal Bozoglu. “Jetzt dürfen sie nicht alleine gelassen werden. Die Stadt muss durch mehr Geschwindigkeitsüberwachungen, besser noch durch bauliche Maßnahmen, dafür sorgen, dass Schrittgeschwindigkeit nicht nur festgesetzt, sondern auch umgesetz wird.”

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